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Organismen im Belebtschlamm

Mikroskopie (Organismen im Belebtschlamm)

zu festsitzenden Wimperntiere 

zu freischwimmende Wimpertiere  

zu Geißeltiere (Flagellaten)

zu Würmer

zu Wechseltiere (Amöben)

zu Weidegänger (Ciliaten)

zu Rädertiere

zu Sauginfusorien

zu Weitere Mehrzeller

festsitzende Wimpertiere (Ciliaten)

 

VORTICELLA OCTAVA

  • 30 – 60 µm
  • einzellebend und mit Muskel, Stielscheide deutlich um die Muskelfaser gewunden
  • Makronukleus hufeisenförmig und parallel zum Mundfeld
  • Kontraktile Vakuole unterm Wimperkranz 

Im Belebtschlamm:

  • bei niedriger Schlammbelastung
  • bei guter Sauerstoffversorgung

VORTICELLA MICROSTOMA

  • 35 – 85 µm
  • einzellebend und mit Muskel
  • birnenförmig mit kleinem Mundfeld
  • ausgezogener C-förmiger Makronukleus parallel zur Längsachse 

Im Belebtschlamm:

  • im oberen Belastungsbereich
  • bei Sauerstoffkonzentration < 1 mg/l

VORTICELLA INFUSIONUM

  • 30 – 60 µm
  • einzellebend und mit Muskel
  • Mundöffnung deutlich kleiner als der Zelldurchmesser
  • Makronukleus hufeisenförmig und parallel zum Mundfeld 

Im Belebtschlamm:

  • bei Sauerstoffkonzentration 1 – 2 mg/l

OPERCULARIA SPP.

  • (80 – 140) x (30 – 70) µm
  • koloniebildend, starre Stiele ohne Muskel, keine Wulst um das Mundfeld, aus dem ein Diskus herausragt

 Im Belebtschlamm und Biofilmen: 

  • bei mittlerer Schlammbelastung und stabilen Verhältnissen
  • in Biofilmen bei Verstopfungen

EPISTYLIS SPP.

  • (70 – 220) x (25 – 110) µm
  • koloniebildend, starre Stiele ohne Muskel, deutliche Wulst um das Mundfeld
  • Stiele vieler Arten zart gestreift 

Im Belebtschlamm und in Biofilmen:

  • häufig bei guter Sauerstoffversorgung und stabiler Abbauleistung
  • jedoch tolerant gegenüber Sauerstoffmangel und erhöhter Schlammbelastung

VORTICELLA CONVALLARIA-TYP

  • (60 – 80) x (22 – 53) µm
  • schlank bis birnenförmig mit weiter Mundöffnung
  • nicht koloniebildend, nach Zellteilung zeitweise zweites „Köpfchen“ vorhanden
  • Stielmuskel
  • „J“-förmiger Zellkern, längs platziert 

Im Belebtschlamm und in Biofilmen:

  • bei guter Sauerstoffversorgung

STENTOR SPP.

  • 200 – 1500 µm
  • festsitzend trompetenförmig, freischwimmend glockenförmig
  • farblose, grüne und blaugrüne Arten
  • deutliche Wimperspirale um das Mundfeld 

Im Belebtschlamm und in Biofilmen:

  • bei guter Sauerstoffversorgung und niedriger Schlammbelastung

 

freischwimmende Wimpertiere (Ciliaten)

AMPHILEPTIDEN

  • 30 – 300 µm
  • längliche Wimpertiere, ähnlich einer Flasche („Flaschenhalstiere“)
  • bei einigen Arten lange Wimpern am beweglichen Hals
  • gelegentlich grün gefärbte Arten, sonst farblos 

Im Belebtschlamm:

  • bei mittlerer Schlammbelastung, manche Arten auch bei niedriger oder höherer Schlammbelastung

SPIROSTOMUM SPP.

  • 150 – 400 µm
  • wurmförmiges, stark biegsames Wimpertier
  • ganzer Körper bewimpert, seitlich bis zur Körpermitte ein rinnenförmiges Mundfeld
  • am Körperende eine große Vakuole 

Im Belebtschlamm:

  • bei höherer Schlammbelastung und Sauerstoffkonzentration < 1 mg/l
  • bei Anwesenheit von Schwefelsauerstoff (anfaulende Schlammablagerungen im Belebungsbecken in Totzonen, schwefelwasserstoffhaltige Abwässer)

URONEMA SPP.

  • 25 – 50 µm
  • ovales Wimpertier mit abgeflachtem Vorderende
  • lange Schwanzwimper
  • seitlich gelegene kleine Delle am Mundfeld
  • hastige Schwimmbewegung mit häufigem Richtungswechsel 

Im Belebtschlamm:

  • häufiger in der Einarbeitungsphase des Belebtschlamms

TROCHILIA MINUTA

  • 15 – 40 µm
  • ovales, abgeflachtes Wimpertier
  • einklappbarer Dorn am Hinterende 

Im Belebtschlamm und in Biofilmen:

  • bei guter Sauerstoffversorgung
  • niedriger Schlammbelastung

METOPUS SP.

  • 60 - 260 µm
  • länglich mit charakteristisch verdrehtem Vorderteil
  • gleichmäßig bewimpert und formveränderlich 

Im Belebtschlamm: 

  • bei deutlicher Überlastung der Anlage und Sauerstoffmangel
  • bei angefaultem Abwasser
  • zum Youtubevideo

DREPANOMONAS REVOLUTA

  • 20 - 35 µm
  • halbmondförmig mit drei bis vier Längsfurchen
  • stark abgeflacht

 Im Belebtschlamm: 

  •  vermutlich bei guter Sauerstoffversorgung

CYCLIDIUM SPP.

  • 15 - 40 µm
  • kleines, fässchenförmiges Wimpertier
  • seitlich gelegenes Mundsegel und lange Schwanzwimper
  • Wechsel zwischen hastiger, ruckender Bewegungsweise und Ruhepausen 

Im Belebtschlamm:

  • bei niedriger Schlammbelastung

COLEPS SPP.

  • 40 – 70 µm
  • tonnenförmige Wimpertiere mit gegliedertem Panzer
  • eine lange Schwanzwimper und Wimpern zwischen Panzerplatten
  • drei bis vier Dorne am Hinterende 

Im Belebtschlamm:

  • bei niedriger Schlammbelastung
  • und guter Sauerstoffversorgung

HOLOPHRYIDEN

  • 70 – 250 µm
  • Körper oval, bewimpert und um die Längsachse drehend 

Im Belebtschlamm:

  • im mittleren Belastungsbereich, jedoch selten mit hoher Individuenzahl

CHILODONELLA – TYP

  • 20 - 300 µm
  • asymmetrisches, stark abgeflachtes Wimpertier mit leichtem Vorsprung am Vorderende
  • Mundfeld mit trompetenförmiger Reuse
  • gleitende Bewegung auf Vorderseite 

Im Belebtschlamm:  

  •  bei Sauerstoffkonzentrationen > 0,5 mg/l
  •  bei mittlerer Schlammbelastung

 

Geißeltiere (Flagellaten)

 

KLEINE ZOOFLAGELLATEN

  • 5 – 20 µm
  • 1 - 2 Geißeln
  • frei schwimmend oder festsitzend
  • zittrige Bewegungen

Im Belebtschlamm:

  • häufig beim Anfahren von Kläranlagen
  • nach vielfältigen Störungen (bei Überlastung, zu schwacher Belüftung, nach Vergiftung der Wimpertiere)
  • zum Youtubevideo

FARBLOSE AUGENFLAGELLATEN

  • 25 - 60 µm
  • 1 Geißel
  • kein roter Augenfleck

Im Belebtschlamm:

  • bei niedriger bis mittlerer Schlammbelastung und
  • bei guter Sauerstoffversorgung

 

Würmer

 

WENIGBORSTER (OLIGOCHÄTEN)

  • 100 – 5000 µm
  • segmentierter Körper mit Borsten
  • einige Arten von gelb über orange bis intensiv rot oder braun gefärbt 

Im Belebtschlamm und in Biofilmen:

FADENWÜRMER (NEMATODEN)

  • 200 – 5000 µm
  • langer ungegliederter Körper mit stark verjüngten Körperenden
  • peitschenartige Bewegung 

Im Belebtschlamm und in Biofilmen:

  • bei niedriger Schlammbelastung und
  • guter Sauerstoffversorgung

 

Wechseltiere (Amöben)

 

SCHALENAMÖBEN

  • 17 – 400 µm
  • Organismen von einem Gehäuse umgeben
  • sehr langsame Fortbewegung
  • runde und birnenförmige Arten 

 

Im Belebtschlamm:

  • häufig bei hohem Schlammalter und
  • stabilem Stickstoffabbau

NACKTAMÖBEN

  • 10 – 400 µm
  • Einzeller ohne feste Zellwand
  • fließende Fortbewegung mit Hilfe von so genannten „Scheinfüßchen“ 

Im Belebtschlamm:

  • vereinzelt in fast jedem Belebtschlamm zu finden
  • häufig bei instabilen Verhältnissen wie Einfahrphase der Biologie oder
  • nach Stoßbelastungen

 

WEIDEGÄNGER (CILIATEN)

EUPLOTES SPP.

  • 40 – 120 µm
  • Aspidisca-ähnlich, jedoch größer und seltener
  • gerippte und transparente Arten, mit mehr Cirren als Aspidisca spp. und Wimperband am Mundfeld
  • koloniebildend, starre Stiele ohne Muskel, deutliche Wulst um das Mundfeld
  • Stiele vieler Arten zart gestreift 

Im Belebtschlamm und in Biofilmen:

  • bei guter Sauerstoffversorgung und niedriger Schlammbelastung

ASPIDISCA SPP.

  • 25 – 50 µm
  • rundlicher Körper mit gewölbter Oberseite, bei A. lynceus glatt, bei A. cicada mit 6 Längsfurchen und bei A. turrita dornförmig zugespitzt
  • Wimpern zu sogenannten Schreitcirren zusammengewachsen 

Im Belebtschlamm und in Biofilmen:

  • häufiger mit steigendem Schlammalter
  • A. lynceus und A. turrita kommen bei guter Sauerstoffversorgung vor, A. cicada auch bei Sauerstoffkonzentration < 1 mg/l
  • zum Youtubevideo

 

Rädertiere

 

RÄDERTIERE

  • 100 – 500 µm
  • ovale oder wurmförmige Mehrzeller mit charakteristischem Räderorgan am Kopf
  • kurze oder lange Zehen am Fuß bzw. Hinterende

 Im Belebtschlamm:

  • bei niedriger Schlammbelastung
  • je nach Art, bei ausreichender bis guter Sauerstoffversorgung

 

Sauginfusorien (SUKTORIEN)

 

TOKOPHRYA SPP. UND PODOPHRYA SPP.

  • 10 – 200 µm
  • kugeliger bis birnenförmiger Körper
  • Tentakeln gleichmäßig über den Körper verteilt oder in zwei bis vier Bündeln zusammengefasst
  • mit Stiel ohne Muskel an Belebtschlammflocken geheftet 

Im Belebtschlamm:

  • bei lang andauernden stabilen Verhältnissen und nicht zu hohen Schlammbelastungen

 

Weitere Mehrzeller

 

BÄRTIERCHEN

  • 50 – 1200 µm
  • dickliche Mehrzeller mit acht Beinchen, die mit Krallen versehen sind
  • krabbelnde Fortbewegung 

Im Belebtschlamm und in Biofilmen:

BAUCHHÄRLINGE

  • 70 – 1500 µm
  • längliche Mehrzeller mit behaartem Körper
  • zwei charakteristische „Zehen“ am Körperende 

Im Belebtschlamm und in Biofilmen:

  • häufig in Tropfkörpern und
  • nitrifizierenden Belebungsbecken

 

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