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Fadenbakterien

 

 

TYP 1863

Hauptsächlich in kommunalen Kläranlagen mit hoher Schlammbelastung anzutreffen. Zum Typ 1863 gibt es einige morphologisch gleiche, aber physiologisch verschiedene Organismen. Der Typ 1863 hat keinen Einfluss auf den Schlammvolumenindex, kann aber Schaum verursachen.

Morphologie:

Fadenposition: an der Flocke oder frei im Wasser
Verzweigung: keine
Bewegung: keine
Wuchsform: gebogen bis unregelmäßig gewunden
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: deutlich erkennbar
Scheide: fehlt
Querwände: deutlich erkennbar
Zellform: kugelförmig oder oval
Länge der Fäden: < 150 µm
Fadendurchmesser: 0,5 – 0,8 µm
Gram-Färbung: negativ
Neisser-Färbung: negativ

Wachstumsfördernde Faktoren:

  • hohe Schlammbelastung > 0,2 kg BSB5 / kg TS * d
  • ungenügende Sauerstoffversorgung 

Gegenmaßnahmen:

  • Verringerung der Schlammbelastung
  • Zugabe von eisenhaltigen Fällmitteln (FERRAPLUS, FERRAL FD 1600, Contisolf, Contisolf Winter)

TYP 1701

Dieser Typ ist sehr selten in kommunalen Kläranlagen, bei industriellen mit stärkehaltigem Abwasser ist dieser Typ häufig und verursacht Blähschlamm.

Morphologie:

Fadenposition: an den Flocken oder am Flockenrand
Verzweigung: gelegentlich unechte Verzweigungen
Bewegung: keine
Wuchsform: leicht gebogen
Aufwuchs: teilweise vorhanden
Einschnürungen: deutlich erkennbar
Scheide: vorhanden
Querwände: erkennbar
Zellform: stäbchenförmig am Ende des Fadens scheibenförmig
Länge der Fäden: < 200 µm
Fadendurchmesser: 0,7 – 0,9 µm
Gram-Färbung: negativ
Neisser-Färbung: negativ
Besonderheiten: wenn die Septen nicht erkannt werden, besteht eine Verwechslungsgefahr mit Typ 1851 (Niedriglastfaden). Wenn die Zellen nicht erkannt werden, besteht eine Verwechslungsmöglichkeit mit Sphaerotilus natans.

Wachstumsfördernde Faktoren: 

  • hohe Schlammbelastung > 0,2 kg BSB5 / kg TS * d
  • Abwasser mit hoher Konzentration an Kohlenhydraten (Stärke)
  • Niedrige Sauerstoffkonzentrationen
  • vollständige Durchmischung des Belebungsbeckens
  • Temperatur > 15 °C 

Gegenmaßnahmen:

  • Verringerung der Schlammbelastung
  • Erhöhung der Sauerstoffkonzentration
  • Zugabe von eisenhaltigen Fällmitteln (FERRAPLUS, FERRAL FD 1600, Contisolf, Contisolf Winter)

TYP 0961

Dieser Typ ist sehr selten in kommunalen Kläranlagen, bei industriellen Anlagen (Brauereien und Molkereien) kann er massenhaft auftreten und Blähschlamm verursachen. Der Fadentyp ist wenig erforscht.

Morphologie:

Fadenposition: aus der Flocke herausragend oder frei in der wässrigen Phase
Verzweigung: keine
Bewegung: keine
Wuchsform: gerade / leicht gebogen
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: keine
Scheide: fehlt
Querwände: deutlich sichtbar
Zellform: rechteckig
Länge der Fäden: > 200 µm
Fadendurchmesser: 1,0 – 2,0 µm
Gram-Färbung: negativ
Neisser-Färbung: negativ
Besonderheiten: transparente, rechteckige Zellen

Wachstumsfördernde Faktoren:

  • hohe Schlammbelastung > 0,2 kg BSB5 / kg TS * d
  • Abwasser mit hoher Konzentration leicht abbaubarer Substrate 

Gegenmaßnahmen:

  • Verringerung der Schlammbelastung
  • Einrichtung eines Substratgradienten
  • Dosierung von FeSO4

FLEXIBACTER

Flexibacter kommt gelegentlich in hochbelasteten Belebtschlämmen vor. Typisch ist die Eigenbewegung und im Gegensatz zu Beggiatoa das Fehlen von Schwefeleinlagerungen

Morphologie:

Fadenposition: frei in der wässrigen Phase
Verzweigung: keine
Bewegung: gleitende Bewegung
Wuchsform: gerade / leicht gebogen
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: variabel
Scheide: fehlt
Querwände: nicht deutlich sichtbar
Zellform: nicht immer erkennbar
Länge der Fäden: < 200 µm
Fadendurchmesser: 0,7 – 1,0 µm
Gram-Färbung: negativ
Neisser-Färbung: negativ

BEGGIATOA SP.

Die deutlich sichtbaren Schwefeleinlagerungen und die gleitende Bewegung sind charakteristisch und schließen eine Verwechslung mit anderen Arten aus. Indikatororganismus für unzureichende Belüftung bzw. Eintrag von Faulwasser. Nicht indexrelevant.

Morphologie:

Fadenposition: frei im Wasser außerhalb der Flocke
Verzweigung: keine
Bewegung: gleitend
Wuchsform: gerade / leicht gebogen
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: keine
Scheide: fehlt
Querwände: manchmal sichtbar
Zellform: rechteckig bis quadratisch
Länge der Fäden: variabel
Fadendurchmesser: 1,5 – 2,5 µm
Gram-Färbung: negativ
Neisser-Färbung: negativ

Wachstumsfördernde Faktoren:  

  • angefaultes Abwasser
  • ungenügende Sauerstoffversorgung
  • hohe Konzentration org. Säuren und primärer Alkohole  

Gegenmaßnahmen: 

  • Verbesserung der Sauerstoffzufuhr
  • Belüftung evtl. vorhandener Misch- und Ausgleichsbecken
  • Dosierung eisenhaltiger Fällmittel (FERRAPLUS, Contisolf, Contisolf Winter)

THIOTHRIX SP.

Thiothrix ist in der Lage, reduzierte Schwefelverbindungen (z.B. Schwefelwasserstoff) als Energiequelle zu nutzen und unter sauerstoffreduzierten Bedingungen intermediär elementaren Schwefel einzulagern. Der eingelagerte Schwefel ist schon im Lebendpräparat gut als helle, stark lichtbrechende Punkte zu erkennen. Dieser Faden kann bei hohen Schlammbelastungen und in industriellen Abwasserreinigungsanlagen auftreten und Blähschlamm verursachen.

Morphologie:

Fadenposition: aus der Flocke herausragend
Verzweigung: keine
Bewegung: keine
Wuchsform: gerade / leicht gebogen
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: keine
Scheide: vorhanden, jedoch nicht bei allen Stämmen
Querwände: sichtbar, oft ist die S-Granula schwer erkennbar
Zellform: quadratisch bis rechteckig
Länge der Fäden: 50 - 500 µm
Fadendurchmesser: 0,8 – 2,5 µm
Gram-Färbung: meist negativ
Neisser-Färbung: negativ

Wachstumsfördernde Faktoren: 

  • angefaultes Abwasser
  • ungenügende Sauerstoffversorgung
  • hohes C:N:P Verhältnis, Phosphorarmut und Stickstoffmangel
  • Schlammbelastung > 0,1 – 0,6 kg BSB5 / kg TS * d
  • hohe Konzentration kurzkettiger Fettsäuren

 Gegenmaßnahmen:

  • Verbesserung der Sauerstoffzufuhr
  • Vorbelüftung des Abwassers
  • Dosierung von Fällmitteln mit hohem Anteil an zweiwertigem Eisen (FERRACLAR CLASSIC) vor der Biologie

 

 

SPHAEROTILUS NATANS

Der „Abwasserpilz“ kommt in fließenden Gewässern mit starker organischer Belastung und in hochbelasteten Kläranlagen der nahrungsmittel-, papier- und erdölverarbeitenden Industrie vor. In kommunalen Kläranlagen mit Nährstoffelimination kommt er nur sehr selten vor. Bei massenhaftem Auftreten ist er stark ISV-relevant.

Morphologie:

Fadenposition: aus der Flocke herausragend
Verzweigung: unechte
Bewegung: keine
Wuchsform: gerade / leicht gebogen
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: deutlich sichtbar
Scheide: vorhanden
Querwände: sichtbar
Zellform: stäbchenförmig
Länge der Fäden: > 200 µm
Fadendurchmesser: 1,0 – 1,5 µm
Gram-Färbung: negativ
Neisser-Färbung: negativ

Wachstumsfördernde Faktoren: 

  • hohe Konzentrationen an leicht abbaubaren Kohlenhydraten, Fettsäuren oder Alkoholen (z.B. Agrarindustrie), angefaultes Abwasser
  • Stossbelastung mit org. Substanz
  • Sauerstoffmangel
  • hohes C:N:P Verhältnis
  • Volldurchmischte Belebungsbecken
  • Schlammbelastung > 0,15 kg BSB5 / kg TS * d 

Bekämpfungsmaßnahmen:

  • Verringerung der Schlammbelastung
  • Verbesserung der Sauerstoffversorgung und Beseitigung des N- und P-Mangels
  • Zugabe von FeCl3 und FeSO4

 

 

TYP 0092

in kommunalen Anlagen weit verbreitet in den Sommermonaten als Microthrix parvicella-Nachfolger – wächst eher innerhalb der Flocken

Morphologie:

Fadenposition: innerhalb der Flocken
Verzweigung: keine
Bewegung: keine
Wuchsform: gerade / leicht gebogen
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: fehlen
Scheide: keine
Querwände: schwer erkennbar
Zellform: rechteckig
Länge der Fäden: < 200 µm
Fadendurchmesser: 0,8 – 1,0 µm
Gram-Färbung: negativ
Neisser-Färbung: positiv grau-blau

Physiologische Selektionsfaktoren: 

  • Schlammbelastung < 0,10 kg BSB5 / kg TS * d
  • industrielle Abwässer (Molkereien, Fleisch- und Obstverarbeitung)
  • Temperaturen > 15°C
  • Rohabwasser ohne Vorklärung 

Gegenmaßnahmen:

  • häufig nicht erforderlich da innerhalb der Flocken wachsend und wenig indexrelevant
  • Erhöhung der Schlammbelastung
  • Zugabe von Eisen-Aluminiumsulfat Mischprodukten (z.B. FERRASAL oder Utopur)

 

 

TYP 1851 (CHLOROFLEXUS)

im kommunalen Bereich weit verbreitet und selten indexrelevant

Morphologie:

Fadenposition: aus der Flocke herausragend
Verzweigung: keine
Bewegung: keine
Wuchsform: gerade / leicht gebogen
Aufwuchs: wesentlich, nadelförmig senkrecht zur Oberfläche
Einschnürungen: fehlen
Scheide: vorhanden, schwer zu erkennen
Querwände: vorhanden, schwer zu erkennen
Zellform: rechteckig
Länge der Fäden: > 200 µm
Fadendurchmesser: 0,5 – 0,7 µm
Gram-Färbung: variabel
Neisser-Färbung: negativ

Wachstumsfördernde Faktoren: 

  • Schlammbelastung < 0,15 kg BSB5 / kg TS * d
  • industrielle Abwässer (Agrarindustrie) mit niedermolekularen Verbindungen
  • häufiger bei Anlagen mit ungenügender Sauerstoffzufuhr und/oder Stickstoff- Phosphormangel 

Gegenmaßnahmen:

  • Erhöhung der Schlammbelastung
  • Errichtung eines Substratgradienten am Zulauf der Belebung oder eines aeroben Selektors mit kurzer Aufenthaltszeit
  • Bei Sauerstoffmangel Erhöhung der Sauerstoffzufuhr und Nährstoffverfügbarkeit

 

 

TYP 0041/0675 (CHLOROFLEXUS)

im kommunalen Bereich weit verbreitet und selten indexrelevant

Morphologie:

Fadenposition: innerhalb der Flocke und aus der Flocke herausragend
Verzweigung: keine
Bewegung: keine
Wuchsform: gerade / leicht gebogen
Aufwuchs: wesentlich
Einschnürungen: fehlen
Scheide: vorhanden, schwer zu erkennen
Querwände: sichtbar an den nicht bewachsenen Enden der Fäden
Zellform: rechteckig / quadratisch, sichtbar an den nicht bewachsenen Enden der Fäden
Länge der Fäden: > 50 – 500 µm
Fadendurchmesser: 0,6 – 1,5 µm
Gram-Färbung: variabel
Neisser-Färbung: negativ

Wachstumsfördernde Faktoren: 

  • Schlammbelastung < 0,2 kg BSB5 / kg TS * d
  • Vermischung von kommunalen Rohwasser und Rücklaufschlamm vor der Biologie
  • unbehandeltes Rohabwasser
  • nicht hydrolosiertes partikuläres Substrat
  • N – und P-Mangel 

Gegenmaßnahmen:

  • Einrichtung eines Substratgradienten (aerober Selektor) am Zulauf Biologie
  • Vorklärung des Abwassers
  • Zugabe von stark eisenhaltigen Fällmitteln (z.B. FERRAL FD 1600, FERRAPLUS, FERRACLAR CLASSIC, CONTISOLF Winter)

 

 

TYP 021N

im kommunalen Bereich selten dominant – verursacht Blähschlamm

Morphologie:

Fadenposition: aus der Flocke herausragend oder frei in der wässrigen Phase
Verzweigung: keine
Bewegung: keine
Wuchsform: gerade / gebogen
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: meistens vorhanden
Scheide: keine
Querwände: deutlich sichtbar
Zellform: scheiben – bis fassförmig
Länge der Fäden: > 500 – 1000 µm
Fadendurchmesser: 1,5 – 2,5 µm
Gram-Färbung: negativ mit charakteristischen Aussparungen
Neisser-Färbung: negativ
Schwefeltest: positiv

Wachstumsfördernde Faktoren: 

  • niedrige bis hohe Schlammbelastung
  • Anwesenheit von reduzierten Schwefelverbindungen
  • mangelnder Sauerstoffeintrag
  • leicht abbaubare Substrate (niedermolekularer Zucker, flüchtige Fettsäuren und Aminosäuren)
  • begünstigt durch Ammoniumstöße
  • N und P Mangel 

Gegenmaßnahmen:

  • Ausgleich des C:N:P-Verhältnisses
  • Belüftung erhöhen
  • Zugabe von Eisen-Aluminium Mischprodukten mit hohem zweiwertigen Eisenanteil (z.B. FERRACLAR CLASSIC) in den Abwasserstrom vor der Belebungsstufe

 

 

NOSTOCOIDA LIMICOLA II UND III

Selten dominant – kann Blähschlamm und Schwimmschlamm verursachen

Morphologie:

Fadenposition: innerhalb der Flocke oder frei in der wässrigen Phase
Verzweigung: keine
Bewegung: keine
Wuchsform: gebogen / stark gekrümmt
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: sichtbar
Scheide: keine
Querwände: deutlich erkennbar
Zellform: scheibenförmig bis kugelförmig
Länge der Fäden: > 200 µm
Fadendurchmesser: 0,8 – 2,0 µm
Gram-Färbung: meist positiv blau, manchmal auch negativ bei Industrieabwasser
Neisser-Färbung: positiv

Wachstumsfördernde Faktoren: 

  • Schlammbelastung ( 0,1 - 0,3 kg BSB5 / kg TS * d)
  • unbehandeltes Rohabwasser ohne Vorklärung
  • leicht abbaubare Substrate
  • hohes C:N Verhältnis 

Gegenmaßnahmen:

  • aerobe und anaerobe Selektoren mit kurzer Aufenthaltszeit
  • Optimierung der Fettabscheidung
  • Zugabe von Eisen-Aluminium Mischprodukten (z.B. FERRAL FD 1600, FERRAPLUS, CONTISOLF Winter) oder Eisen-(II)-Chloridlösung

 

 

NOCARDIOFORME ACTINOMYCETEN

Starker Schwimmschlamm- und Schaumverursacher

Morphologie:

Fadenposition: aus der Flocke ragend oder frei in der wässrigen Phase
Verzweigung: echte Verzweigungen
Bewegung: keine
Wuchsform: gekrümmte Fäden, hirschgeweihartig
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: keine
Scheide: keine
Querwände: nicht erkennbar
Zellform: nicht erkennbar
Länge der Fäden: < 200 µm
Fadendurchmesser: 0,5 – 0,7 µm
Gram-Färbung: positiv blau
Neisser-Färbung: meistens negativ

Wachstumsfördernde Faktoren: 

  • hohe Schlammbelastung (0,1 – 0,7 kg BSB5 / kg TS * d), wenn gleichzeitig hydrophobe Substanzen, unpolare Kohlenwasserstoffe oder oberflächenaktive Substanzen vorhanden sind
  • bei Anwesenheit von leicht abbaubaren Substraten im Zulauf können sie im niedrigen Belastungsbereich (0,07 – 0,15 kg BSB5b / kg TS * d) auch ohne Tenside oder hydrophobe Kohlenwasserstoffe wachsen
  • oberflächenaktive Stoffe im Zulauf
  • hydrophobe Substrate im Zulauf (Fette, Öle und Tenside)
  • hohes Schlammalter an der Beckenoberfläche (Totzonen und/oder behinderter Oberflächenabfluss) 

Gegenmaßnahmen:

  • Schwimmschlammabzug und separate Schwimmschlammbehandlung
  • Optimierung der Fettabscheidung
  • Zugabe von Flockungshilfsmittel

 

 

MICROTHRIX PARVICELLA

Starker Schwimmschlamm- und Blähschlammverursacher

Morphologie:

Fadenposition: innerhalb der Flocken und außerhalb der Flocken
Verzweigung: keine
Bewegung: keine
Wuchsform: stark gebogen bis verknäuelt
Aufwuchs: fehlt
Einschnürungen: kaum sichtbar
Scheide: fehlt
Querwände: nicht erkennbar
Zellform: nicht erkennbar
Länge der Fäden: 200 – 400 µm
Fadendurchmesser: 0,5 – 0,8 µm
Gram-Färbung: positiv dunkel blau
Neisser-Färbung: positiv dunkle Polyphosphatgranula

Wachstumsfördernde Faktoren: 

  • niedrige bis mittlere Schlammbelastung (0,05 – 0,2 kg BSB5 / kg TS * d)
  • Temperatur < 15 °C
  • langkettige Fettsäuren im Zulauf
  • benötigt Ammonium als  Stickstoffquelle
  • Wachstumsvorteil in Bio-P und Denitrifikation gegenüber Flockenbildnern 

Gegenmaßnahmen:

  • Erhöhung der Schlammbelastung
  • Verbesserung der Fettabscheidung
  • Dosierung von Aluminiumsulfat oder Aluminiumchlorid (mind. 1,7 g Al / kg TS * d)
  • Verkleinerung der Nitrifikationsstufe
  • Außerbetriebnahme der Bio-P Stufe im Winter
   
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